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Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von Gestern sein.
Marie von Ebner-Eschenbach
Allgemeines zu Schimmelpilzen
Dem Auftreten von Schimmelpilzen in Gebäuden wird zunehmend Beachtung geschenkt.
Die Gründe hierfür sind vielfältig. Voraussetzung für das Schimmelpilzwachstum ist generell Feuchtigkeit. Höhere Feuchte im Innenraum kann durch bauliche Mängel oder durch falsches Nutzerverhalten auftreten. In älteren und in nicht vorschriftsgemäß errichteten neuen Gebäuden kann durch bauliche Mängel (undichtes Dach, Risse im Mauerwerk) oder Fehler in der Gebäudekonstruktion Feuchtigkeit in Wände, Fußböden und Decken eindringen sowie zur Gebäudeinnenseite wandern. Durch Wärmebrücken oder unzureichend oder falsch angebrachte Wärmedämmungen kommt es zu einer erhöhten relativen Feuchte an der Oberfläche bis hin zur Tauwasserbildung an Innenflächen der Gebäudewände. Um dies zu verhindern und einem Schimmelpilzbefall vorzubeugen, müssen an erster Stelle solche baulichen Mängel beseitigt werden.
Das Verhalten der Raumnutzer kann ebenfalls zu erhöhter Feuchte im Innenraum beitragen. Vor allem unsachgemäßes Lüftungsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner in Verbindung mit Tätigkeiten, bei denen Feuchtigkeit entsteht (Duschen, Kochen, Wäschetrocknen etc.), erhöht die Feuchtigkeit der Raumluft. Dies kann zu Schimmelpilzwachstum führen. Besonders bei nachträglich wärmegedämmten und nach den geltenden Wärmeschutzvorschriften neu errichteten Gebäuden ist wegen des verringerten natürlichen Luftwechsels das ist der Luftaustausch mit der Außenluft, der z.B. über Fugenundichtigkeiten bei geschlossenen Fenstern und Türen auftritt) ein sachgerechtes Lüften erforderlich.
Am Freitag, den 23.06.2006 fand die Fachtagung des Landesverband Sachsen e.V. der Sachverständigen statt.
"Die Einheit Europas war ein Traum. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle."
Konrad Adenauer
Dieser Ausspruch stammt aus den 50er Jahren! Ob der "alte Herr", wie er ja gern genannt wird, damals wohl eine genauere Vorstellung davon hatte, welch gewaltige Veränderungen dieser europäische Prozess für uns alle bedeuten wird?
Zielen diese Veränderungen in Europa immer auf die Verbesserung des höchsten Niveaus oder streben sie nur eine Nivellierung auf Durchschnittsniveau an?
Welche Chancen, Risiken und neue Sichtweisen ergeben sich in diesem europäischen Rahmen durch die gleichzeitige "Verschlankung" und "Entstaatlichung" der Sächsischen Bauordnung?
Geleitet wurde dieses Symposium von Dr. -Ing. Frank Nitzsche, dem Fachgruppenleiter Bau im LVS Sachsen e.V.
Dieses 1. Dresdner Bausymposium "Sachverstand am Bau" fand gemeinsam mit den Vertretern
der Sächsischen Staatsregierung
der sächsischen Richterschaft und
der sächsischen Rechtsanwälte
statt.
Die Themen:
Veränderungen in der "neuen" Sächsischen Bauordnung Chancen und Risiken der "Verschlankung" und "Entstaatlichung" für Bauvorlageberechtigte, Sachverständige und Prüfingenieure
Professor Dr.-Ing. Jürgen Namysloh
Sächsisches Ministerium des Inneren, Abteilungsleiter Bau- und Wohnungswesen
Das "reduzierte und privatisierte Prüfverfahren" gem. "neuer" Sächsischer Bauordnung - Auswirkungen aus anwaltlicher Sicht für die Haftungsrisiken von Bauvorlageberechtigten, Sacvherständigen und Prüfingenieuren.
RA Jörg Alfes
RA-Kanzlei Alfes & Partner GbR, Dresden
Alte "DIN 1045" ade und was nun?
Probleme und Widersprüche in der europäischen Normung im Beton- und Stahlbetonbau. Können wir den Normungsprozess als Sachverständige beeinflussen - ein Beispiel.
Dr.-Ing. Walter Knaute, Saxotest Ing. GmbH Dresden, öbuv SV (IHK Dresden) für Betontechnologie, mineralische Putze und Mörtel
Die alte "DIN 1986" und ihre vielen Nachfolger - Neuigkeiten bei der "Entwässerung von Gebäuden"
Dipl.-Ing. Horst Kawelke, Dresden, öbuv SV (HWK Dresden) für das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk
Neue Möglichkeiten und Grenzen der Dachentwässerung. Welche Dachentwässerungsleitungen brauchen wir jetzt?
Dachdeckmeister Günter Grimm, Coswig, öbuv SV (HWK Dresden) für das Dachdeckerhandwerk
Die neuesten Informationen zu Putz-Stein-Rissen bei verputztem Ziegelmauerwerk - ein Ursachenkatalog zu diesem vielgestaltigen und häufig falsch interpretierten Mangelschwerpunkt
Dr.-Ing. Volker Tribius, Weimar, öbuv SV (IHK Erfurt) für die Anwendung von Ziegeln im Bauwesen sowie langjähriger Bauberater bei der Ziegelindustrie
Die neue, europäisch abgestimmte Estrichnorm und ihre Auswirkungen auf Planung, Ausführung und Begutachtung
Dipl.-Ing. Tobias Irmscher, Dresden, öbuv SV (IHK Dresden) für Schäden an Gebäuden
Energetische Gebäudequalität - Energiepass - Mangelstreitpunkt?
Was sollte jeder Richter, Rechtsanwalt, Sachverständiger zum Energiepass und zu anderen Problemen des Wärmeschutzes bei europäischer Normung wissen - Chancen und Risiken
Dr.-Ing. Volker Blechschmidt, Zwickau, öbuv SV (IHK Südwestsachsen) für Schäden an Gebäuden/Bauphysik
Die "allgemein anerkannten Regeln der Technik" und der "Stand der Technik" unter Berücksichtigung europäischer Normung - was muss ein Planer / Bauausführender
zum Zeitpunkt der Abnahme leisten? Haben die von "Brüssel" verordneten Normen
Gesetzescharakter oder entwickeln sie sich dort hin?
Dr. Rüdiger Söhnen, Vorsitzender Richter am OLG Dresden
Kann ein Denkmal "normgerecht" saniert/rekonstruiert werden - von der Frauenkirche
und dem Dresdner Schloss bis zum Bauernhaus
Professor Dr. Gerhard Glaser, Sächsischer Landeskonservator a.D.
Zu den Veranstaltern gehörten auch:
Industrie- und Handelskammer zu Leipzig
IHK Südwestsachsen Chemnitz-Plauen-Zwickau
Oberlandesgericht Dresden
Industrie- und Handelskammer Dresden