Theorie und Praxi sind eins wie Seele und Leib, und wie Seele und Leib liegen sie größtenteils miteinander in Streit.
Marie von Ebner-Eschenbach

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Was sind Abdichtungen? Abdichtungen von Dächern und Bauteilen werden aus zusammen- fügbaren bahnen- und planen- förmigen Produkten hergestellt oder als ganzflächige Beschichtungen ausgeführt. Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen dienen verschiedenen Anforderungen.


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BauPlanSV.de - Wann ist der Heizestrich belegreif?


Antwort:
Erst nach der Funktionsprüfung ist der Heizestrich belegreif!

Nach der Herstellung und entsprechend der Liegezeit des Estrichs ist die Funktionsprüfung (Probeheizen + Belegreife) durch das Beheizen der Konstruktion durchzuführen.

Das erste Aufheizen ist eine Inbetriebnahme und Funktionsprüfung der Heizungsanlage, die vom Heizungsbauer vorzunehmen und zu protokollieren ist.

Nach der Funktionsprüfung können auf dem Estrich noch keine keine Fliesen, Teppiche usw. verlegt werden.

Nach Protokoll ist ein weiteres Heizen (ca. 21 Tage) bis zur Erreichung der Belegreife erforderlich.

Das Heizen ist solange fortzuführen, bis der Estrich keine Feuchtigkeit mehr abgibt.

Es dient der Austrocknung und der Entspannung des Estrichs. Verformungen, die im Zusammenhang mit der Austrocknung stehen, sollen ohne Behinderung durch einen Belag erfolgen können. Diese Verformungen sind mit Beendigung der Feuchteabgabe des Estrichs abgeschlossen, wodurch der Estrich in der Lage ist, starre Beläge (Fliesen) ohne Probleme aufzunehmen.

Damit der Heizestrich in einem angemessenen Zeitraum seine Feuchtigkeit abgeben kann, ist für eine ausreichende Belüftung auch während der Aufheizphase zu sorgen.

Die Prüfung der Austrocknung bei maximaler Vorlauftemperatur erfolgt während des Heizungsbetriebes durch Auflegen einer ca. 50cm x 50cm großen Folie auf dem Estrich über dem Heizregister. Die ca. 50 cm x 50 cm große Folie wird auf den Estrich über dem Heizregister aufgelegt, an den Rändern mit Klebeband abgeklebt.

Die Räume sind weiterhin gut zu lüften. Zeigen sich innerhalb von 24 Stunden keine Feuchtigkeitsspuren unterhalb der Folie, ist der Estrich trocken.

Die Belegreife muss durch Messung festgestellt werden.

Gemessen wird auf der Baustelle mit dem CM-Gerät, im Labor durch Trocknung. Zur Prüfung der Restfeuchte mit dem CM-Gerät sind je 200 m² bzw. je Wohnung (je Etage) drei Messstellen auszuweisen (DIN 4725-4). (Mit Hilfe der Messstellen soll vermieden werden, dass bei der Probenahme durch den Oberbelagsleger die Heizrohre beschädigt werden.)

(DIN 4725-4, Ausgabe:1992-09, Warmwasser-Fußbodenheizungen; Aufbau und Konstruktion)


Die Probenahme für die CM-Prüfung muss über den gesamten Estrichquerschnitt erfolgen und die Probemenge sollte nicht weniger als 50 g betragen. Die Markierung der Messstellen führt das Gewerk aus, welches die Dämmschicht verlegt und deshalb für die Prüfung des tragenden Untergrundes verantwortlich ist, in der Regel also der Heizungsbauer.

Die Messstellen sollen dabei die für die Austrocknung ungünstigen Stellen berücksichtigen (z. B. große Estrichdicke).

Das Aufheizprotokoll ist dem Oberbelagsleger vor der Ausführung seiner Arbeiten vorzulegen.

Dagegen stellen sich im Fußboden in der Regel nach der ersten Heizperiode Risse ein, u.U. aber auch erst nach Ablauf von 3 Jahren, wenn der Fliesenbelag zu früh, also vor dem Erreichen der Belegreife aufgebracht wird.

Sämtliche Protokolle zum Belegreifheizen sind in dem Merkblatt: Schnittstellenkoordination bei beheizten Fußbodenkonstruktionen (das Merkblatt ist leider etwas umfangreich) enthalten.

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